Er war noch relativ klein, als er bei unserer Tierärztin abgegeben wurde: ein hilfloses Bündel mit zugeklebten Augen und einer
Nase so voll eitrigem Schnupfen, so dass er kaum mehr Luft bekam. Fortino - so wurde er genannt - hatte hochgradig Katzenschnupfen und
stand an der Schwelle zum Tod.
Fortinos Geschichte konnten wir trotz des Verschwindens seiner Besitzerin in Erfahrung bringen: Er ist der Sohn einer reinrassigen
Siamesin, die allerdings frei auf dem Grundstück der Frau lebte und ihre Welpen unter freiem Himmel geboren hat. Die Kitten bekamen
alle Katzenschnupfen, einige starben, zwei überlebten: Fortino und ein Geschwister, das wieder gesund wurde und heute zusammen mit
der Mutter auf dem Hof lebt.
Mit Hunden und mit anderen Katzen ist Fortino eigentlich sehr gut verträglich, er findet sie spannend und möchte gern etwas
mit ihnen zu tun haben. Hunde versucht er, zu seinen Spielgefährten zu machen, aber wenn sie nicht mitspielen wollen, wird er auch
gern mal ein wenig grob. Durch die mangelnden Sozialkontakte in seiner Jugend ist er relativ rabiat beim Spielen und muss erst noch
lernen, wie man sich richtig zu benehmen hat. Allerdings hat er auch erst seit wenigen Tagen die Möglichkeit, wieder mit anderen
Tieren umzugehen.
Menschen gegenüber ist Fortino ausgesprochen liebevoll und anhänglich, er schmust für sein Leben gern und kann stundenlang
kuscheln. Aber auch gegenüber Zweibeinern ist er beim Spielen manchmal etwas grob, so dass er nicht zu kleinen Kindern vermittelt
werden sollte, sondern eher jemanden mit Katzenerfahrung sucht, der ihm zeigen kann, wie man sich richtig verhält.
Fortino hat sein Zuhause in der Nähe von Passau im schönen Bayern gefunden.
Wir wünschen dem hübschen Katerchen alles Gute!
Vermittelt am 5. Juli 2009