Striscia ist seit Mai auf einer Pflegestelle in Leipzig - wird seither auch
Lina genannt

- und hat sehr lange gebraucht,
bis sie sich akklimatisiert hat. Deshalb
hatten wir sie erst einmal aus der Vermittlung genommen, weil jeder Umzug für sie einen Rückschritt bedeutet
hätte. Und nachdem sie sich tagelang in dichtesten Hecken im Garten versteckt hatte und nur mit gaaanz viel Geduld
gelockt werden konnte, wollten wir ihr das nicht antun.
Mittlerweile hat sie viele ihrer Ängste abgelegt, aber noch längst nicht alle. So hat Striscia nach wie vor Probleme
mit fremden Menschen, wobei sie sich aber relativ schnell gewöhnt. An Frauen schneller, bei Männern entscheidet die
Sympathie und kleine Kinder erschrecken sie nach wie vor. Sie ist oft mit zur Arbeit, wo viele Menschen sind, und wenn es ihr
ganz gruselig wird, versteckt sie sich in der "Höhle" unter dem Schreibtisch.
Andere Hunde sind ok, wenn sie nicht zu stürmisch sind, den Hund der Pflegestelle liebt sie, Katzen sind eher neutral.
Draußen ist sie ein komplett anderer Hund: Sie tobt und flitzt, plantscht im Wasser rum und wälzt sich vor Freude
im Gras. Dabei läuft sie seit dem dritten Tag ohne Leine, hört auf viele Kommandos und ist natürlich stubenrein.
Sie ist extrem verschmust, möchte am liebsten mit unter die Bettdecke und mag auch meistens länger schlafen als ihr
Hundekumpel

Autofahren dagegen ist 'total doof', hin und wieder muss sie sich auch noch übergeben, aber kürzere Strecken sind ok.
Sie bleibt auch stundenweise alleine, manchmal bemerkt sie gar nicht richtig, wenn die Pflegemama weg ist und kommt verschlafen
aus ihrer Ecke, wenn die wieder nach Hause kommt.
Sie bekommt noch bis Ende September die Allopurinol-Kur und dann werden wir noch einmal einen Bluttest wegen der Leishmaniose
machen. Aber Striscia zeigt keine Symptome der Krankheit, sie war ja auch nicht ausgebrochen, sondern nur beim Bluttest mit
erhöhten Werten aufgefallen.
Während der Kur wird auf die Ernährung geachtet, sie bekommt Fleisch und hochwertiges Trocken- und Dosenfutter,
aber bei ihrer Größe sind das keine auffallenden Kosten.
Auch kastriert ist sie inzwischen.
Für Striscia wünschen wir uns liebe und geduldige Menschen, die das fortsetzen, was die Plegestelle bisher erarbeitet
hat. Auch würden wir uns einen Besuch wünschen, Striscia muss einen guten Draht zu ihrer neuen Familie bekommen,
sonst wird
sie in ihre alten Ängste zurückfallen.
Striscias erste Vorstellung im April 2009
Sieben auf einen Streich haben wir sie genannt, die kleinen Welpen, die uns die ASL Ende Februar 09 gebracht
hat. Im Nachhinein hat sich dann heraus gestellt, dass sie doch nicht alle Geschwister sind, sondern von zwei
verschiedenen Müttern kommen. Aber das tut ihrer Liebe zueinander keinen Abbruch. Alle sieben sind
fröhlich, gesund und medizinisch altersgemäß versorgt.
Struppi, Striscia und Stina sind die Kinder einer reinrassigen Beagle-Hündin. Wir konnten der Mutter
leider nicht entlocken, wer der Vater war, aber zumindest ihr mütterliches Erbe können die drei
nicht leugnen!
Striscia ist wie ihre Geschwister sehr gut sozialisiert aufgewachsen und ein fröhlicher Teil der
quirligen Bande. Sie ist etwas ruhiger als ihre Schwester Stina, sanftmütig, wenn es ans Kuscheln
geht und sehr verschmust. Mit den anderen Welpen zusammen lässt sie sich aber nicht die Butter vom Brot
nehmen und mischt immer munter bei allem mit.
Sie hat alle Anlagen zu einem tollen Familienhund, wird mit
Freuden alles mitmachen und ein wundervoller Kamerad für jung und alt sein. Ein weiterer Hund wäre
schön für sie, aber sie kommt auch prima nur mit ihren Menschen aus, wenn diese ausreichend Zeit
für sie haben. Striscia wird - wie alle unsere Welpen - nur in Rundum-Betreuung an liebevolle Menschen
abgegeben.
Bildernachschub vom Juli '09:
Nachdem wir schon dachten, Striscia möchte ihre Pflegestelle nie mehr verlassen, hat sich doch noch eine liebe Familie für
die nette Hündin gefunden.
Vermittelt im Oktober 2011