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21. Juli 2012

Socrates



Socrates Socrates Socrates Socrates Socrates Socrates


Eigentlich sollte man bei solch einem Namen einen weisen, alten Hund erwarten. Aber das einzige, was Socrates mit seinem ehrfurchtgebietenden Namensvetter verbindet, sind die entzückenden Sorgenfalten, mit denen er seine Stirn dekoriert, wenn er ins Grübeln gerät. Ansonsten ist der liebenswerte Jungrüde das genaue Gegenteil von einem ehrwürdigen Denker: Er ist ein lebendiger, fröhlicher, aber manchmal noch etwas unsicherer Springinsfeld, der nach einem bösen Start ins Leben endlich wieder gelernt hat, sich unbeschwert zu freuen. Aber fangen wir von vorn an:

Socrates Im Jahr 2010 wurde der kleine Springerspaniel als Welpe in ein hundeunwürdiges, privates Tierheim eingeliefert und dort im wahrsten Sinne des Wortes bei lebendigem Leib begraben. Seine Jugend verbrachte er nahezu unsichtbar in Stress, Angst und Dreck. Niemand wusste mehr, dass es ihn gab, bis wir ihn dort entdeckten und Ende 2011 zu uns ins Canile holten.

Socrates Anfangs reagierte er etwas panisch auf all die neuen Dinge, die er noch nie gesehen und erlebt hatte. Aber er fing sich schnell und begann mit einer wahren Begeisterung zu laufen und das Leben zu genießen. Endlich die Beine strecken, endlich die Nase in den Wind halten, endlich mit anderen Hunden spielen: Socrates blühte auf und eroberte sich ob seiner Lebensfreude schnell den Spitznamen Gomez.

Heute ist der kleine Kerl ein anhänglicher, und immer freundlicher Jungrüde, der mit Hingabe an seiner Bezugsperson klebt. Streicheln ist toll, spielen noch toller ... der kleine Gomez holt mit Riesenschritten nach, was dem noch kleineren Socrates in seiner tristen Welpenzeit verwehrt worden war. Fremde Menschen machen ihm noch ein wenig Angst, er braucht einfühlsame Gegenüber, damit er die erste Scheu überwinden kann. Aber eine geduldige Hand fängt er schnell an zu lieben.

Mit allen anderen Hunden versteht Socrates sich blendend, er kennt keine Antipathien und spielt leidenschaftlich gern mit ihnen. Eine seiner weiteren Leidenschaften ist das Herumschnüffeln an allem, was sich ihm bietet. Er scheint eine hervorragende Nase zu besitzen, zumindest setzt er sie permanent ein, um seine Umwelt zu erforschen. Jagdtrieb hat er dagegen bis heute im Canile noch nicht gezeigt, vorbeifliegende Vögel oder laufende Mäuse interessieren ihn im Gegensatz zu anderen Hunden nicht.

Dagegen sind dem kleinen Möchtegern-Denker neuen Umgebungen anfangs noch etwas suspekt. Wenn er unbekannte Gefielde erobert hat, ist er sichtlich erleichtert, anschließend wieder in seinem sicheren Gehege zu sitzen ... aber nur, um - aufgetankt mit frischem Mut - sofort wieder auf Streifzug zu gehen und "dem Feind erneut ins Auge zu sehen". Und die neue Runde findet er dann doch wieder klasse

Socrates braucht Menschen mit Einfühlungsvermögen und viel Liebe für diesen kleinen Clown, die ihm weiterhin helfen, seine Unsicherheit zugunsten seines Entdeckergeistes einzutauschen. Er möchte so gern die Welt erobern, braucht aber noch eine ganze Weile Rückendeckung, damit ihm der Mut dabei nicht ausgeht. Jagdhunderfahrung wäre bei ihm von Vorteil, denn auch wenn er seine jagdlichen Ambitionen noch nicht entdeckt hat, trägt er diese Gene doch in sich und sie können eines Tages zum Vorschein kommen.

Der kleine Mann ist ein aktiver Hund, seine neuen Menschen sollten daher viel Spaß an Aktivitäten im Freien mit ihm haben. Einen Sofaschmuck möchte er nämlich nicht abgeben, dazu findet er das Leben zu spannend. Was allerdings nicht heißt, dass er abends - nach einem erfolgreich bezwungenen Tag - nicht mit Genuss neben seiner Familie auf dem Sofa sitzt und sich endlos durchknuddeln lässt - er ist halt ein Hund für alle Gelegenheiten


Socrates
Socrates
 
Rasse Springer Spaniel
Geboren 2010
Größe ca. 45 cm
Kastriert Ja.
Krankheiten Keine bekannt. Gechipt, geimpft, bei Ausreise auf Mittelmeerkrankheiten getestet.
Behinderungen Keine.
Verträglich mit Rüden, Hündinnen, Kindern. Katzen nicht bekannt.



Socrates hat seine Heimat im Süden Deutschlands in Karlsfeld gefunden.
Dort leistet er Ambrosia, die ebenfalls aus Italien stammt, nun Gesellschaft.


Vermittelt im September 2013

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