80 Hunde für die Hölle

adopTiere e.V. hilft bei Rettungsaktion in Mittelitalien:
80 Hunde vor Abschiebung in Hundehölle bewahrt.


Hunde


adopTiere e.V. unterstützt italienische Tierschützer bei der Rettung von mehr als 80 Hunden, denen eine Abschiebung in ein riesiges Auffanglager, auch "Hundehölle" genannt, bevorstand. Dank dem beherzten Einsatz des deutschen Tierschutzvereins konnte für alle Hunde ein Aufschub vor der Deportation mit garantiert tödlichem Ende erreicht werden.

Jetzt brauchen wir Ihre Hilfe!



Lorenzo

Wieviel Cent ist eine Seele wert?


Das fragen wir uns immer wieder. Wie auch bei uns in Deutschland, sind in Italien die Gemeinden für die Unterbringung ihrer herrenlosen Hunde finanziell verantwortlich. Italienische Gemeinden sind in der Regel aber arm. Die Wahl der Unterkunft der italienischen Fellnasen ist daher eine knallharte wirtschaftliche Kostenkalkulation. Ein neuer Spielplatz in der Legislaturperiode des Bürgermeisters wird wohlwollend von den Wählern gewertet und pressewirksam aufbereitet. 80 Hunde in einem Tierheim kosten hingegen nur, interessieren vielleicht einen Bruchteil der Bürger, sind ansonsten aber lästiges Anhängsel. Kommen z.B. finanzielle Engpässe oder neue Vorhaben eines Bezirks auf, dann muss eben wieder kalkuliert und eingespart werden. Genau das sollte jetzt 80 Hunden zum Verhängnis werden.

Weil eine Gemeinde in Mittelitalien die Finanzkasse pro Hund und Tag um 25 Cent entlasten wollte, wurde kurzerhand beschlossen, 80 gemeindeeigene Schützlinge von einem solide geführten Tierheim mit 850 Heimhunden in ein billigeres Auffanglager zu verfrachten.

850 Hunde zu versorgen ist ein riesiger Aufwand, dennoch war das Tierheim für italienische Verhältnisse sauber und in Ordnung. Kein Tierheim kann den Hunden eine wirklich artgerechte Haltung bieten, egal wie gut es geführt wird. Jedoch kann es hie und da etwas Zuwendung, regelmäßige Versorgung mit Futter und Wasser, medizinscher Betreuung und ein bisschen Abwechslung durch z.B. Spielzeug oder Freilauf bieten. Durch die Anwesenheit von Voluntären (ehrenamtliche Helfer) sind in dem betroffenen Tierheim sogar gute Aussichten auf eine erfolgreiche Vermittlung in Familien vorhanden.

Das Auffanglager ist zwar kostengünstiger für die Gemeinde, jedoch das Schlimmste, was einem Hund widerfahren kann. Es bietet nichts von dem, was ein normales Tierheim auszeichnet. Vor allem aber gibt es keinen Weg mehr hinaus, nur einen Weg hinein. Es ist für die Tiere die Hölle, die Hundehölle! Lebenslang. Und dort ist ihre Seele keinen Cent mehr wert.


Wegsehen oder Handeln?


Tyson Wir kennen das traurige Dasein dieser Höllenhunde nur zu gut, aus eigener Erfahrung. Seit Jahren engagieren wir uns in Italien. Als uns der Hilferuf italienischer Tierschützer am 10. Februar erreichte, mussten wir gar nicht erst überlegen. Natürlich haben wir sofort unsere Unterstützung zugesagt. Aber die Zeit war knapp, denn alle Hunde, die keine Bleibe bis zum 15.2. finden konnten, sollten in die Hundehölle wandern. Erst mal war es uns daher wichtig, alle Hunde vor diesem Umzug zu bewahren. Zu oft mussten wir schon in die Augen derart geschundener Seelen blicken. Zu oft hat es uns zutiefst erschüttert, was für ein Leid sie erfahren mussten. Wie respekt- und achtlos mit den Lebewesen umgegangen wird in einer Hundehölle, das kann man sich in den schlimmsten Träumen kaum selbst vorstellen.

Sofort suchten wir Unterbringungsmöglichkeiten, um die Hunde vor diesem schicksalsschweren Schritt zu bewahren. Unser Ziel war es, mindestens 15 Hunde zu retten, wenn möglich mehr. Allerdings war uns auch klar, dass das einiges kosten wird. Um die Hunde ausreisefertig zu machen und nach Deutschland zu bringen, braucht es etwa 150 Euro pro Hund für Impfung, medizinische Versorgung, Traces und Fahrtkosten. Dazu kommen dann noch die Unterbringungskosten von 100,- EUR pro Monat und Hund, bis alle in den Transporter steigen. Das stellt den Verein vor eine große Aufgabe.

Die Arbeit wird von den Tierschützern vor Ort und den Aktiven von adopTiere e.V. bereitwillig gestemmt. Für die Kosten sind wir aber dringend auf Spenden und Patenschaften angewiesen. Zugegeben, ein finanzielles Wagnis. Aber Wegschauen oder Stillstehen kommt für uns nicht in Frage. Zu oft entscheidet das Geld über die Art und Weise, wie ein Lebewesen sein Dasein fristen muss. Das sollte keiner Seele auf der Erde widerfahren.

Deshalb werden wir uns dort, wo wir etwas bewirken können, auch nicht einschüchtern lassen. Kein Leben lässt sich mit Geld bewerten. Mit Nichtstun erklärt man sich auch auf gewisse Weise mit den Abläufen einverstanden. (Nur der unbequeme Tierschützer kann durch stetes Handeln auf unnötiges Leid und Qualen hinweisen. Erste Hundehöllen wurden genau deshalb schon geschlossen. Es wurde zu laut, zu unbequem, zu wenig lukrativ, zu peinlich. ) Deswegen handeln wir!


Abtransport der Hunde

Wie viele Hunde können wir retten?


Bereits wenige Stunden später konnten wir schon 3 Hunde reservieren. Zwei Tage später, am 12. Februar, haben wir eine Zusage für weitere 13 Hunde gegeben. Da auch italienische Tierschützer alles versuchten, um die Hunde unterzubringen, ist eine große Welle an Anfragen und Reservierungen entstanden. Und eine noch nie dagewesene Kooperation zwischen deutschen und italienischen Tierschützern, um diesen Tieren zu helfen. Die Fäden liefen in Italien zusammen und wurden dort von einer Tierschutzorganisation koordiniert. Manche Hunde hatten schnell mehrere Zusagen, andere bekamen gar keine.

Bis zur Deadline am 15. Februar konnte so für mehr als 40 Hunde in Italien eine Unterbringung gefunden werden. Für viele der übrig gebliebenen fanden wir Lösungen in Deutschland. Einige andere deutsche Tierschutzorganisationen hatten sich ebenfalls bereiterklärt, Hunde zu übernehmen, aber mehr als 1 bis 2 Nasen konnten sie letztendlich doch nicht aufnehmen. Am 14. Februar war klar, dass es noch nicht reichte, um alle Hunde zu retten. Zudem waren an dem Tag noch 6 Hunde entdeckt worden, die ebenfalls vom Abtransport betroffen, bis dahin der Öffentlichkeit aber noch nicht präsentiert worden waren.

Hier zeigt sich wieder mal das große Herz und der unermüdliche Einsatz des Tierschutzteams von adopTiere e.V. . Kurzerhand haben wir wenige Stunden vor Ablauf der Frist zugesagt, alle Hunde, die keinen Patz gefunden haben, zu übernehmen, um ihnen die Deportation zu ersparen. Auch die Alten. Auch die Kranken. Auch die Schwierigen. Denn besonders für die, die sonst keiner sieht, machen wir uns stark. Keiner sollte zurückgelassen werden, wir wollten eine Rettung für alle!

Der 15. Februar - Tag des geplanten Abtransports - verging mit viel Bangen und Hoffen und mitten in der Nacht kam endlich die erlösende Nachricht aus Italien:

KEIN Hund muss den Weg in die Hundehölle antreten!


Die Gemeinde hat den deutschen und italienischen Tierschützern ALLE Tiere überantwortet!!!

Die Tage danach vergingen mit hektischen Aktivitäten in Italien, um alle Hunde unter zu bringen, die dort eine Bleibe finden konnten. Es waren mehr als anfangs erwartet, aber nach einiger Zeit stand fest: 29 Hunde werden dem Schutz unseres Vereins unterstellt, um sie nach Deutschland zu holen. Es ist möglich, dass sich die Zahl noch ein wenig erhöht, denn einige Reservierungen in Italien werden wieder zurückgezogen. Aber Fakt ist: Wir übernehmen viele der von uns gewünschten Hunde, plus alle die, die niemand wollte. Und Fakt ist: Wir haben - nach den Italienern - den Löwenanteil der Hunde gerettet.

Leeres Gehege



Sweety

Werden nun auch Sie helfen?


Aber Fakt ist auch: Um alle endgültig nach Deutschland und somit in Sicherheit bringen zu können, brauchen wir rund 10.000,- EUR für medizinische Versorgungen, Unterbringung und Transporte.

Fakt ist: Wir brauchen Ihre Hilfe!

Um diese Rettungsaktion zu einem Erfolg zu machen, sind wir jetzt dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Denn wir haben die Hunde zwar vor dem Abtransport bewahrt, aber wenn wir es nicht schaffen, sie nach Deutschland in End- und Pflegestellen zu bringen, droht ihnen immer noch die Hundehölle.

Ein erster Aufruf brachte bis zum 23. Februar etwa 3.700 € Spenden ein. Wir freuen uns riesig über die Unterstützung der Hundefreunde und danken jedem Spender für seinen Beitrag, der bei der Rettung der Hunde hilft. Diese Summe ist ein wunderbarer Anfang. Aber es wird noch viel mehr Unterstützung benötigt.

Da alle Hunde bis zur Ausreise in Hundepensionen untergebracht sind, entsteht gerade jetzt ein großer Kostenfaktor, der durch Spenden und Patenschaften abgedeckt werden muss. Dazu kommen Kosten für die nötigen Impfungen, für medizinische Versorgung der alten und kranken Hunde, für Ausstellen der EU-Ausweise, Tracesanmeldungen und - Gebühren, Transportkosten und anschließend auch noch für die kostenpflichtige Unterbringung einiger Sorgen-Hunde hier in Deutschland.

Wenn Sie die Arbeit und den Einsatz von adopTiere e.V. unterstützen möchten, dann brauchen wir genau jetzt Ihre Hilfe. Lassen Sie diese Rettungsaktion mit Ihrer Spende zu einem großen Erfolg werden. Helfen Sie uns, diese armen Seelen in eine sichere Heimat zu bringen und glücklich zu machen. Stehen Sie mit uns auf gegen die profitgesteuerte Abschiebung wehrloser Hundeleben.

Nur wer handelt, kann etwas bewegen!

adopTiere e.V.
Volksbank Leipzig
IBAN: DE32860956040307861895
BIC: GENODEF1LVB


Gerne können Sie auch direkt über Paypal spenden:



Da wir ein eingetragener Verein sind, ist Ihre Spende steuerlich absetzbar. Helfen Sie uns, damit wir helfen können.


Wie geht es weiter?


Wir werden Sie über unsere Homepage und Facebook auf dem Laufenden halten und über den weiteren Verlauf der Rettungsaktion und den Verbleib der Hunde berichten.


Hunde






Ihre Möglichkeit zu helfen

adopTiere e.V.
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